Virtueller Reiseführer Bolivien

Altiplano

Der Altiplano ist eine ca. 170 Tsd. km² umfassende Hochebene im Westen Boliviens (auch Südosten Perus, Nordwesten Argentiniens und Osten Chiles). Der bolivianische Teil des Altiplano umfasst eine Fläche von  123 Tsd. km² in den Departamentos La Paz, Potosí und Oruro. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Altiplano beträgt etwa 1.100 km, in Ost-West-Richtung ist der Altiplano zwischen 120-160 km breit. Begrenzt wird der Altiplano im Westen von der Cordillera Occidental und im Osten von der Cordillera Oriental. Inmitten des Altiplano gibt es eine Reihe von Hügelketten, die aber bei Weitem nicht die Höhe erreichen wie die großen Gebirge am Rande. Neben dem Titicacasee, dem höchsten schiffbaren See der Welt befinden sich auf dem Altiplano noch eine Reihe weitere Seen bzw. ausgetrocknete Überreste ehemals riesiger Seen.


Weite des Altiplano in der Nähe von Tiwanaku

Das Klima in dieser Zone ist auf Grund der großen Höhe (durchschnittlich etwa 3600 m über dem Meeresspiegel) ausgesprochen rau. Trotz zumeist brennender Sonne erreichen die Durchschnittstemperaturen in weiten Teilen kaum mehr als  3 Grad. Es können tägliche Temperaturschwankungen von bis zu 30 Grad (-5 bis 25 Grad) auftreten. Niederschläge sind selten. In der Umgebung des Titicacasees werden die Temperaturgegensätze jedoch deutlich abgemildert. Auch die Niederschläge sind hier intensiver.

Die als Puna bezeichnete Vegetation im Altiplano ist steppenartig. Dominierend sind widerstandsfähige Gräser. Bäume und Blütenpflanzen sind selten. Größtes wildlebendes Säugetier in dieser Region ist das Vicuña.

Obwohl das Altiplano nur 12 % der Fläche Boliviens ausmacht, wohnen 35 % der Einwohner des Landes auf dieser Hochebene, einschließlich 42 % der bolivianischen Stadtbevölkerung und 24 % der ländlichen Bevölkerung.