Virtueller Reiseführer Bolivien

Der Titicacasee - das Andenmeer

Der Titicacasee befindet sich auf einer Höhe von 3810 m über dem Meeresspiegel. Er ist damit das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Der höchste See der Welt überhaupt (wie gelegentlich dem Titicaca nachgesagt) ist allerdings ein See im Krater des erloschenen Vulkans Licancabur, an der bolivianisch-chilenischen Grenze.

Bei einer Länge von 194 km und einer Breite von 65 km nimmt er eine Fläche von 8288 Quadratkilometern ein, fast 13 mal mehr als der Bodensee. Etwa 2/3 des Sees gehören zu Peru, 1/3 zu Bolivien.

Auf Grund seines Fischreichtums ist der Titicaca von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Der überwiegende Teil des reichlichen Fischangebotes in La Paz stammt aus diesem See.

Kreuz auf der Isla del Sol
Kreuz aus Fels und Stroh auf der Isla del Sol

Die riesige Wassermasse, immerhin kommt zu der Flächenausdehnung auch noch eine mittlere Wassertiefe von 140-180 m, wirkt klimatisch begünstigend, d.h. die großen Temperaturschwankungen auf dem Altiplano ausgleichend. Erst dadurch ist in der Region um den See z.B. der Anbau von Kartoffeln möglich.


Blick auf den Titicacasee am Rio Desaguadero, dem einzigen Abfluss des Sees